lieder & saitenspiel - tronjes blog

Samstag, 27. Dezember 2014

Alice Nahon - daar deinde een zee van blommen



daar deinde een zee van blommen
van blommen geel en zwart
ze droegen koop'ren kronen
om 't zwart fluwelen hart

’t was nacht – maar door de stilte
zong menige wijs van wee …
gezwolgen uit de deining
dier wondere blommenzee

en 'k luisterde aan mijn venster …
ik kende ze allemaal
die oude melodieën
van de eigen zoete taal

  ( freie übersetzung : tronje )

 da wogte ein meer von blumen
von blumen gelb und schwarz
sie trugen kupferne kronen
um dem schwarz-samtenen herz

es war nacht – aber durch die stille
sang eine menge weisen von weh …
anschwellend aus den wogen
vom wunderbaren blumenmeer

und ich lauschte an meinem fenster …
ich kannte sie allemal
die alten melodien
in der eigenen süßen sprache

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Hans Watzlik - der landstreicher

das laub ist müd – und zu sankt veit
legt sich das blatt still auf die seit
herr simon und herr juhudä
an dürrer staude hangt der schnee

ich bin der vetter schneiddenwind
ich bin der straße freies kind
mein schicksal ist das ungefähr
und wer in aller welt hat mehr ?

pfahlbürger trägt die schwarte dick
gewölbt im rosigen genick
die äpfel brät er sich am herd
ein kuhwarms weib ist ihm beschert

ich bin der schlechte gast am zaun
darf scheu nur in sein gärtlein schaun
drei äpfel sind dem wandrer frei
der köter hebt den schergenschrei

der bauer neidhals kommt gerannt
den scharfen ochsenzain zur hand
ich sing ihm ein grundbairisch wort
und trolle mich gestillt dann fort

windbräutlich grüßt der spätherbst mich
verweht ist straße – steig und schlich
der sturm nimmt mir den staub vom hut
er nimmt mir nicht den hellen mut

und wird es noch so dämmerlich
und friert mich noch so jämmerlich
und trab hundsmüd ich durch den schnee :
ich bin auf der welt – und drum . juchhe !